AMSC Leonberg e.V.
Allgemeiner Motorradsport-Club e.V.

 Ortsclub im ADAC

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 Fahrsicherheitstraining beim ADAC 2011

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Sonntag morgen 8 Uhr in Leonberg ...... während andere noch schlafen oder gemütlich beim Frühstück sitzen, steht die AMSC-Truppe mit 10 Mann (und Frau) auf dem ADAC Übungsplatz.

Wir bleiben als Gruppe zusammen und unser Instruktor für diesen Tag heißt Thomas. Anfangs gab es eine kleine Vorstellungsrunde .... wer fährt welches Motorrad ....... warum fahren wir ...... was erwarten wir vom Training ..... gibt es spezielle Wünsche für´s Training.

Dann ging es ins Separee auf die Boschlichtstraße und langsames Fahren stand auf dem Programm. Ist glaub für jeden Motorradfahrer die blödeste Übung überhaupt. Thomas läuft neben uns her und wir versuchen durch spielen mit der Kupplung und Hinterradbremse so langsam wie möglich neben ihm herzufahren. Ich finde, er hätte ruhig etwas schneller laufen können!

Dann wird am „Berg“ angefahren und anschließend dürfen wir das Wenden mit der richtigen Sitzhaltung und Blickführung üben. Anschließend wird es etwas flotter und wir bremsen. Vorher diskutieren wir darüber, wo wir richtig bremsen. Eher vorn oder hinten oder etwa beide Bremsen benutzen? Thomas sagte man sollte beide Bremsen benutzen, vorn „richtig“ und hinten mitbremsen. Ich kenne es von den anderen Trainings bei Speer Racing und Suzuki anders. Dort wird nur vorn gebremst, damit ist man im Notfall genug beschäftigt. Sei`s drum, wir haben alle Varianten ausprobiert. Bei Matthi hat gleich mal das Heck abgehoben, ich konnt das auch, so hatten wir familiären Gleichstand (1:1 im internen Familienduell). Thomas hat uns dann noch mit „seinem“ Motorrad (vom ADAC zur Verfügung gestellt!!) alle 3 Varianten mit mit ABS vorgeführt. Wir durften schätzen, wie lang der Bremsweg mit 30/50 und 70 kmh ist. Zum Schluss durfte Birgit als Ballast mitfahren und wurde auch mit 70 kmh „zusammengebremst“ und kam deutlich vorher zum stehen als ohne Ballast.

 

 
 

Jetzt hatten wir uns endlich eine Pause verdient. Der Planet stach schon ordentlich vom Himmel und die Schattenplätze auf dem Platz wurden weniger.

Nun wurde ein wenig über den Platz gefahren und wir durften um die Hütchen fahren. Eigentlich hatte unser Instruktor angekündigt, er guckt sich von jedem den Fahrstiel an und wird dann dazu etwas sagen bzw. Tipps geben. Außer dem guten Willen passierte leider nichts. Die Übung fiel also etwas kurz aus, und bald war Mittagspause angesagt. Dies war aber aufgrund der Sonneneinstrahlung jedem recht.

Nach der Mittagspause wurde im Kreisverkehr geübt. Wir „jagten“ immer zu zweit durch den Kringel. Dreimal rechtsrum, dreimal linksrum, dann Ausweichen im Kringel. Zwischendurch gab es noch eine Ansprache zum Thema Fußhaltung und Blickführung. Mit diesem theoretischen Wissen durften wir dann den kleinen Parcours rund um die Schleuderfläche fahren. Aber leider blieb auch hier die „angedrohte“ Kritik des Instruktors aus. Vielleicht waren wir alle so gut, das es nichts zu mäkeln gab!?

Als letzte Übung des Tages stand nun das Ausweichen auf dem Programm. In voller Montur und sengender Sonne gaben wir unser Bestes. Anfahren mit 50 km/h und Ausweichen nach Richtungsdeutung des Instruktors. Der Schweiß lief und die Konzentration war so langsam am Ende. Die Frage „Will noch jemand bremsen auf nasser Fahrbahn üben“ wurde mit einem müden Kopfschütteln beantwortet. Wir waren bei der Hitze alle froh, dass wir die Übungen sturzfrei hinter uns gebracht hatten. Es wurde dann noch diskutiert ob das Ausweichen mit oder ohne vorheriges Bremsen besser wäre. Unser Instruktor fuhr dann die Ausweichübung mit seinem ABS-Motorrad gebremst und ungebremst vor. Was letztendlich die bessere Variante ist, hängt von der Geschwindigkeit und der Situation ab.

Zu guter Letzt bekam jeder von uns eine Teilnahmeurkunde und mit der Vorfreude auf eine kühle Dusche machten wir uns auf den Weg nach Hause.

Claudi