AMSC Leonberg e.V.
Allgemeiner Motorradsport-Club e.V.

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Kärnten 2008

Reiseberichte

 

Vom 6. bis 13. September hatten wir (Wallo, Moni, Matthi, ich und später Sabine) uns eine Woche Urlaub in Kärnten gegönnt. Das Wetter war traumhaft schön und ab 13.9. sollten wir das noch sehr zu schätzen wissen....... Auf dem Campingplatz Juritz, Feistritz im Rosental, waren wir bestens aufgehoben. Viel Platz für die Camper und die Anhänger mit den Motorrädern. Wallo und Moni sind schon Donnerstags angereist um sich das jährliche Harley Spektakel am nahen Faaker See mal reinzuziehen. Man muß sich mal vorstellen........ Wallo mit Lederkutte auf´m Chromchopper, silberne Halbschale, mit bösem Blick durch die Gegend fußelnd (weil mehr als Schritttempo geht da nicht) und Moni im Knappen Ledermini auf der Sissibar mit Wallehaar ............... tja, wär schon ne amüsante Vorstellung. Aber laut Wallo und Moni ist es echt ein Spaktakel und man kann sich das schon mal angucken. Wir waren Samstags angekommen und da uns Harley und Co schnuppe sind, war am Sonntag erst mal Wandern angesagt. Durch die 3 Stunden Blockabfertigung am Tauerntunnel vom Samstag und die lange Fahrt war das Sitzfleisch genug beansprucht. So machten wir uns auf, den Hausberg zu erkunden und aus einer kleinen Wanderung wurden dann schnell 5 Stunden und runde Füße.

Am Montag haben wir unser Erspartes zusammengekratzt und sind die mautpflichtigen Straßen Nockalm und auf die Geritzenalm gefahren. Die Nockalmstraße ist schön zu fahren und die paar Euro sind gut investiert. Die Kurven sind fahrtechnisch super und die An- und Abfahrt dahin ist auch klasse Die Geritzenalm (Einbahnstraße) kostet satte 6€ pro Bike. Der Asphalt wird zu Schotter und bis auf einen tollen Blick auf Villach und Umgebung gibt es da nicht viel.

Am Dienstag sind wir zu einer Wandertour mit Klettersteig aufgebrochen. Wallo fuhr uns Drei ins Bodental (beim Loiblpass), da von dort der Einstieg für die Wandertour war. Die Anfahrt war sehr steil und das Wonnebil (Wallo´s Womo) schnaufte den Berg hinauf. Fast wäre es trotz erstem Gang mit "Vollgas" rückwärts gerollt, aber Wallo hatte ein Einsehen mit "Stink-Brüll-Womo", schmiss uns kurzerhand raus und drehte rum. Moni, Matthi und ich machten uns auf den Weg und der erste knackige Anstieg war bald gemeistert.

 

Dann ging es durch Kieferwälder und Almwiesen zum Klettersteig. Dieser war zwar steil und man musste sich oft am Seil oder an Grampen hochziehen, allerdings benötigte man keine Kletterausrüstung. Trotzdem war es für Moni eine Heraus-forderung. Es war ihr erster Klettersteil und so über die Felsen in der Höhe war es schon eine tolle Leistung von ihr. Natürlich gab es einen entsprechenden Eintrag in´s Gipfelbuch ! Der Weg führte uns noch ein Stück höher und über einen Grat zur Klagenfurter Hütte auf 1663 m. Hier gab es die Belohnung eines jeden Bergwanderers, hausgemachtes Gulasch mit Brot und nen Hollerblütensirup. Nach so einem anstrengenden aber tollem Aufstieg schmeckt natürlich alles doppelt so gut! Da wir dem Wonnebil die kräftezehrende Auffahrt nicht noch einmal zumuten wollten, stiegen wir Richtung Bärental ab. Eigentlich hatten wir mit 1 Stunde Abstieg gerechnet, aber wir liefen, und liefen .......... es nahm kein Ende. Nach fast 2 Stunden, wir konnten schon die Füße nicht mehr heben, sind wir endlich am Parkplatz angekommen. Die Freude war groß, denn Sabine war nachgereist und holte uns mit Wallo ab. Das Wonnebil durfte auf dem Campingplatz bleiben und sich ausruhen.

Am Mittwoch haben wir dann die Mopeds gesattelt und sind Richtung Slowenien gebraust. Über den Wurzen Paß und den Vrsic´. Der ist mit seinen immer noch gepflasterten Kehren bei Regen bestimmt 'ne ganz tolle Fahrerfahrung. Wir hatten Sonnenschein und sind durch das Socatal bis Bovec gefahren. Dort kannte Matthi ein gutes Lokal, in dem wir gleich mal bestens gespeist haben. Bei dem Preis- Leistungsverhältnis in Slowenien war selbst die Rechnung eine Freude. Von Bovec ging es zum Mangart. Dort hat man einen tollen Blick ins benachbarte Kärnten. Außerdem gibt es dort oben nette Wiener Motorradfahrer, die sich gern mit netten Mädels (Moni und mir) fotografieren lassen.....*smile*. Nachdem wir genug geguckt hatten sind wir über den Passo Predil und das hässliche Tarvisio Richtung Heimat gedüst. 

Donnerstag haben sich unsere Wege getrennt. Matthi und ich sind auf´s Dreiländereck gefahren. Die Sesselbahn war sau teuer, aber man hat ne tolle Rundumsicht auf Kärnten, Slowenien und Italien. Wallo´s und Sabine haben sich in Villach vergnügt.

Freitag ging es mit den Motorrädern dann noch mal Richtung Slowenien. Über den Schaidasattel und den menschenleeren Paulitschsattel. Kilometer lang kein Auto oder sonstiges, einfach klasse!! Weiter auf schönen Sträßchen durch die Sanntaler Alpen nach Kranji. Von dort sind wir in den Triglav Nationalpark zum Bohinj See gedüst. Dies ist der größte See Sloweniens und liegt traumhaft schön auf 525 m, umgeben von schroffen Bergen. Wallo sein Navi war wirklich Alpentauglich, und so fuhren wir über Bled (auch sehenswert) und kleine Straßen Richtung Kärnten. Ohne Navi hätten wir wahrscheinlich oft anhalten und Karte lesen müssen, da die Beschilderung oft mangelhaft war. Flott ging es noch über den Loiblpass und in letzter Minute sind wir vor dem großen Gewitter auf dem Campingplatz angekommen.

Im Campingrestaurant ließen wir bei gutem Essen eine schöne Woche ausklingen. Denn morgen sollte es in den kalten Norden, nach Toblach gehen. Aber das steht in einem anderen Bericht.

Abschließend muß ich sagen, dass es eine gemütliche Woche war. Der Campingplatz war außerhalb der Saison schön leer und der überdachten und beheizten Pool wurde von uns viel genutzt. Zum Motorradfahren sind Kärnten und auch Slowenien toll. Vor allem in Slowenien hatten wir die Straßen meist für uns allein, auch wenn manchmal die Straßenreinigung zu wünschen übrig ließ. Für uns steht Slowenien auf alle Fälle auf der Urlaubsliste ganz oben !!!

Bilder + Text von Claudi