AMSC Leonberg e.V.
Allgemeiner Motorradsport-Club e.V.

 Ortsclub im ADAC

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Oberfranken 2007

Reiseberichte

 

Am Freitag, den 17.08. war es wieder soweit. Peter Nix wollte uns zu seinen Ursprungsstätten in Oberfranken führen. Morgens um 8.30 Uhr trafen sich Matti, Klaus, Thomas, der Autor und natürlich Peter an der Autobahnraststätte Wunnenstein. Moni und Wallo konnten sich zu dieser frühen Stunde noch nicht zum Losfahren aufraffen und wollten zu späterer Stunde nachkommen. Claudi, Marion und Klein-Klaus (auch Björn genannt) zogen einen französischen Van vor. Nach einem kurzen Stück auf der A81 bis kurz hinter Heilbronn bog das früh gestartete Hauptfeld in das Jagsttal ab. Anschließend ging es im Stile des von Peter bevorzugten homöopathischen Asphaltwanderns in einem großen Bogen südlich an Würzburg vorbei, durch die Hassberge, über die nördlichen Ausläufer der fränkischen Schweiz in den Frankenwald. Pausen nahm man sich in der Nähe von Kitzingen am Main und später in einem Feinschmeckerimbiss in der Nähe von Bamberg. Die Pausen zeigten bei Matti negative Nebenwirkungen, die sich in einem erhöhten Druck auf die Blase auswirkten. Die Folge war ein dementsprechend druckvolles Überholen aller Teilnehmer und sich dazwischen befindlicher Fahrzeuge, bis dann auch der Tourguide mit passenden Zeichen zu einer Pause im Grünen überredet werden konnte.

Im Frankenwald angekommen ging es auf kleinen Straßen und sogar einem Schotterstück zur für uns an diesem Wochenende wichtigen Metropole Gemeinreuth. Dort erwarteten uns nach ca. 460 km bereits Claudi, Marion und Björn im Gasthof mit dem verheißungsvollen Namen Waldlust. Unter freien Himmel genoss man das erste Bier, bis nach ca. einer halben Stunde eine dunkle Regenwolke uns ins Trockene schickte. Regen, dies bedeute wohl, dass Moni und Wallo (auch der Regenmacher genannt) im Anmarsch waren....

Am nächsten Morgen startete das durch Moni und Wallo komplettierte Feld in Richtung Thüringer Wald. Auf der Thüringer Warte gab es die erste Pause mit herrlicher Aussicht auf die ehemalige Grenzregion. Auf der Karte verzeichnete Sträßchen entpuppten sich als Enduro-Paradiese, welche von den Teilnehmer mehr (gell Klaus) oder weniger freudig aufgenommen, jedoch von allen passiert wurden. Anschließend ging es am Rennsteig entlang bis Oberhof. Zwischendurch gab es in der Mittagspause mehr oder weniger interessante Diskussionen mit einem mit den Deutschlandfarben bekappten Dampfplauderer.

Am Spätnachmittag trennte man sich in zwei Gruppen, da Wallo, Moni und Thomas direkt zurück und die anderen noch ein wenig fahren wollten. Jetzt spielte Peter seine Tourguide-Qualitäten vollends aus und bot das volle Programm mit allen Schikanen und Farben, welche die Mitfahrer nicht so schnell vergessen sollten

Auf der Heimreise benötigten wir für die ersten 70 km ca. 2½ h, da Klaus die Benzinpumpe seiner Africa Twin reparieren musste. Der kluge Mann baut aber vor und hat eine zweite Benzinpumpe zur Hand. Doch leider passten die Anschlüsse nicht. Also mussten die Kontaktschwierigkeiten nach der Zerlegung mit Hilfe von Moni`s Nagelfeile beseitigt werden. Der Zusammenbau stellte sich zudem als extrem kniffelig heraus und kann diesbezüglich mit jedem Geduldsspiel mithalten. Nach einem abschließenden kollektiven Händewaschen sollte es weitergehen. Doch nach ca. 30 km traten Klaus Kontaktschwierigkeiten wieder auf. Trotz einer erfolgreichen zweiten Reparatur tauschte Klaus die Africa Twin gegen einen Platz im französischen Van des Begleitfahrzeuges und sein Motorrad bekam einen Platz auf einem gelben Transporter (ADAC).Aufgrund des Zeitverlustes musste ein Großteil der folgenden Strecke auf Bundesstraßen und Autobahnen zurückgelegt werden.

Fazit: Tolle Strecken, 1.300 km an drei Tagen, günstige Unterkunft, Essen und Trinken, sowie ein Programm mit allem drum und dran....

Michel