AMSC Leonberg e.V.
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Enduro-Urlaub Pyrenäen 2002

Reiseberichte

 



  Mitte September war es wieder soweit, -Enduro-Urlaub war mal wieder angesagt. Ina, Steffi, Krischan, Norbert und Michel zog es nach Aragon (Spanien) zu den Ausläufern der Pyrenäen. Nach 15-stündiger mit Auto und Anhänger durch Frankreich und den Pyrenäen erreichten wir abgekämpft unser Ziel. Ein Campingplatz direkt an einem Stausee bietet eine hervorragende Ausgangsposition für Touren in die Region.
 
 

 


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Am nächsten Tag war erst eine leichtere Tour zum "Anschwitzen" angesagt. Über Schotter- Feld- und teilweise breitere Wanderwege wollten wir nach Ainsa gelangen. Doch ein Navigationsfehler und das Wetter machten uns einen Strick durch die Rechnung. Gerade noch rechtzeitig erreichten wir den nächsten Ort, bevor die Wassermassen uns vollständig einweichen konnten. Doch in der gemütlichen Bar genossen wir Kaffee und Bocadillo.

 
  Am nächsten Tag war Routenplanung für die nächsten Tage angesagt. Unbekannt, in den letzten Jahren nicht gefahrenen Wege wurden hierfür näher untersucht. Ein steil nach unten führender Wanderweg führte uns in Versuchung. Unten angekommen wußten wir, daß wenn der Weg weiter unten nicht passierbar ist, der Weg zurück schweißtreibend werden würde. Ein, zwei knifflige Passagen kamen und konnten leichter überwunden werden, als es von der Ferne den Anschein hatte. Der restliche Verlauf war zwar dann etwas einfacher aber grandios. Erholung suchten wir dann in einer Bar, in der wir auch einen kurzen Regenschauer an uns vorüber ließen.

 
         
 

Einige Tage später war dann mal wieder Enduro-Wandern angesagt. Der erste Abschnitt war bekannt aus einem früheren Urlaub. Als wir in einem Ort auf einem Sattel ankamen, konnten wir keinen Einstieg in das darunterliegende Tal entdecken, obwohl weiter unten Wege zu sehen waren. Nach kurzer Suche fanden wir einen Wanderweg mit "herrlichen" Brombeerbüschen. Herrlich deshalb, da die Brombeeren gerade reif waren, jedoch die Stachel der Büsche teilweise beim vorbeifahren an uns hängen blieben. Dies hatte spätere Reparaturarbeiten an Jacke und Nase zur Folge. Als der Weg enger und abschüssiger wurde, zogen wir es vor erst mal einige Meter zu Fuß abzugehen, da ein Zurückfahren, geschweige denn ein herumdrehen sich interessant gestalten würde.

 
       
 

Nach einigen engen Kurven und Absätzen gelangten wir auf einen Hang, durch viele schmale Pfade durchzogen war. Diese stammten von Schafen, Kühen oder anderes Getier, welches hier im Sommer weidete. Manche der Pfade hörten plötzlich auf, so daß wir dann die Maschinen einen halben Meter nach oben oder unten ziehen mußten.

An einem Bogen war dann wiederum Enduro-Wandern angesagt. Eine kurze Streckenbesichtigung zeigte, daß wir einem Pfad leicht nach oben folgen sollten, da unten der Weg durch einen Abruch versperrt wurde. Weiter oben erreichten wir wieder breitere Wege, deren Zustand sich nach und nach verbesserten.

 

 
         
  Als Urlaubshöhepunkt war eine Tour über den 2005 m hohen Collado de Sahun mit anschließender Durchfahrung des Canon de Anisclo angesagt. Endurofahren war hierbei nicht angesagt, da diese Strecke durch Naturreservate und Naturschutzgebiete führt ist. Die Tour ist durch den Canon ist jedoch durch die grandiose Landschaft ein Muß. Ob man dabei mit dem Motorrad, Auto oder per Fahrrad fährt ist eigentlich egal, da langsames Tempo eingeschlagen werden sollte. Aufgrund eines kleines Unfalles am vorherigen Tag bekam Norbert "Gepäck" mit. Da die KTM keine Fußrasten hinten montiert hatte, wurde kurzerhand aus zwei Gurten Ersatzrasten gebastelt.


Krankentransport

 
         
 


Canon de Anisclo an seiner engsten Stelle

Der untere Abschnitt führt durch auf einem einspurigen Fahrweg (Einbahnstraße) durch eine enge Schlucht, die am engsten Punkt gerade mal 10 bis 15 m breit ist. Im Frühjahr kann es passieren, daß durch eine starke Schneeschmelze in Verbindung mit Regen die Straße unter Wasser steht und dabei das im Sommer kleine Flüßchen an dieser Stelle um 10 bis 15 Meter anschwillt und die Straße unter Wasser setzt.

Text+Bilder: Michael


Garganta de de Anisclo