19.03.2025 Streetbunnycrew zu Gast beim AMSC

"Denn sie sind rosa"
Streetbunnycrew zu Gast beim AMSC
Motorradfahren und soziales Engagement, passt das zusammen?
Ja, eindeutig,
davon konnten uns unsere Gäste der Steetbunnycrew anlässich eines Infoabends im Hotel Glemseck überzeugen. Einige "rosa Hasen" der Schwabengruppe, unter ihnen der Chiefbunnyguard Andy und als Vortragender Micha konnten uns mit einem lebendigen Bericht zur Idee, zu Entstehung und zu den Aktivitäten einen bleibenden Eindruck davon geben, was passiert, wenn Ideen zu Taten werden:
So sammelt die SBC Spenden für kranke und benachteiligte Menschen, vornehmlich Kinder.
Zu jedem Spendenziel gibt es eine eigene Spendenfahrt, ein Garant dafür, dass das Geld auch wirklich da ankommt, wo es gebraucht wird.
Bei den Streetbunnys stehen Motorräder, Spaß und der gute Zweck im Vordergrund.
Sie seien begeisterte Motorradfahrer jeder Alters- u. Hubraumklasse und fahren bei bestimmten Events oder zu besonderen Ereignissen gern im Bunny-Plüschkostüm spazieren.
Für den guten Zweck seien sie für jeden Spaß zu haben.
Erzählt wurde von der mühevollen und aufwendigen Arbeit Container zu beschaffen, die als Garderobe bei der Großveranstaltung "Glemseck 101" dienen, der logistischen Herausforderung diese auch jeweils an den benötigten Ort zu bringen und zu betreiben,
aber auch von der Freude und dem Lächeln was zurück kommt, wenn es geschafft wurde, Kindern, die sonst nicht die Möglichkeit hätten, beispielsweise einen Tag in "Tripsdrill" zu ermöglichen.
Jeder sei willkommen der diese Interessen teile, der sich hierfür begeistern könne und mit Spaß und Engagement bei der Sache sein möchte.
Langfristig wollen die Bunnies mit ihren Auftritten so viel Aufmerksamkeit erregen, dass sie noch mehr Sinnvolles anstellen und das soziale Engagement ausweiten können.
Auf die Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Vereins sind die Streetbunnies sehr stolz. Neben der Anerkennung der immensen, ehrenamtlichen Arbeit, die bundesweit geleistet wird, ist mit diesem Status auch steuerrechtlich eine - wenn auch arbeitsintensive - Basis für die Zukunft.
Jeder, der die Streetbunnycrew hierbei unterstützen will, ist ebenfalls willkommen und kann sich gern an sie wenden!
kontakt@streetbunnycrew.net
Alternativ und ganz klassisch persönlich könnt Ihr sie bei der kommenden Saisoneröffnung am Glemseck treffen und ansprechen:
Am 06. April wird dort das Ende des Winters gefeiert und die neue Saison eröffnet.
Die Streetbunnies wollen wieder für Essen und Getränke sorgen.

Text und Bild: Olaf Schairer

27.02. bis 02.03.2025 Retro Classics

Rückblick auf die Retro Classics in Stuttgart: Erfolgreicher Gemeinschaftsstand von AMSC Leonberg, VFV und AC Maikammer

Die diesjährige Retro Classics in Stuttgart war für den AMSC Leonberg, den VFV und den AC Maikammer ein voller Erfolg. Im Rahmen eines gemeinsam organisierten Standes konnten wir nicht nur unsere Clubarbeit und Historie präsentieren, sondern auch zahlreiche Gespräche mit Gleichgesinnten führen und neue Impulse für die Zukunft setzen.

Motorradkultur im Mittelpunkt: Glemseck 101 als Highlight – Glemseck 101 meets AMSC Leonberg

Ein zentrales Thema unseres Messeauftritts war das legendäre Glemseck 101 – eines der größten Motorradtreffen Europas mit rund 40.000 Besuchern jährlich. Besonders das Achtelmeilen-Sprintrennen, bei dem der AMSC Leonberg die technische Rennleitung übernimmt, stieß auf großes Interesse. Auch wenn hier keine klassischen Veteranen-Motorräder im Einsatz sind, so spiegelt die Veranstaltung doch eindrucksvoll den Spirit des Tunings, Schraubens und Optimierens wider – eine Leidenschaft, die auch viele Veteranen-Fans teilen.

75 Jahre AMSC Leonberg – Eine Reise durch die Zeit

Neben der Vorstellung des Glemseck 101 stand unser 75-jähriges Clubjubiläum im Fokus. Seit den 1950er Jahren ist der AMSC aktiv im Motorsport vertreten – angefangen mit Motorrädern, über den Automobilrennsport bis hin zu Slalomrennen. Dies wurde eindrucksvoll mit einer Auswahl an Exponaten von Clubmitgliedern dargestellt, darunter historische Motorräder aus den 50er bis 80er Jahren sowie ein NSU TT als Beispiel für unsere Automobilhistorie.

Erinnerung an Gerhard Mitter – Ein großes Erbe

Ein besonderes Highlight war die Würdigung unseres ehemaligen Clubmitglieds Gerhard Mitter, der als erfolgreicher Rennfahrer in der Formel 2 und bei Bergrennen große Erfolge feierte. Dank der Unterstützung seines Sohnes konnten wir einige beeindruckende Exponate präsentieren, darunter:


• Mitters Renn-Fox
• Der Mitter-DKW Formel-Junior-Rennwagen
• Ein Vierzylinder-Zweitakt-Prototyp-Motor

Diese historischen Rennmaschinen fanden große Beachtung und waren eine echte Bereicherung für unseren Stand.


VFV und AC Maikammer – Starke Partner an unserer Seite

Neben dem AMSC Leonberg war auch der VFV mit seinem Stand vertreten, ebenso wie der AC Maikammer, der die legendäre Vino Miglia promotete. Eine besondere Bereicherung für den VFV-Stand waren zwei außergewöhnliche Exponate unseres Clubfreundes Eddie:
• Eine Wanderer von 1914
• Ein NSU-Gespann von 1921, das sich als äußerst beliebtes Fotomotiv erwies

Diese historischen Fahrzeuge verliehen dem Stand zusätzlichen Charme und zogen viele interessierte Besucher an.


Fazit: Ein voller Erfolg – und ein Blick nach vorne

Unser Stand war über die gesamten Messetage hinweg stark besucht. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und die ausgestellten Exponate in Ruhe zu betrachten. Besonders positiv fiel auf, dass wir als einziger Club mit einem klaren Motorrad-Fokus eine willkommene Abwechslung boten – inmitten der Vielzahl an ausgestellten SLs und 911ern.

Der Erfolg unseres Auftritts motiviert uns, das Konzept weiter auszubauen. Schon auf der Messe haben wir erste Ideen für das nächste Jahr gesammelt und arbeiten nun an einer noch stärkeren Präsenz. Wir freuen uns auf 2026 und darauf, die Begeisterung für historische Motorräder und den Motorsport weiterzutragen!

Text Dr. Klaus Roths, Bilder AMSC



29.01.2025 Vortrag Kreisverkehrswacht Böblingen

Auffrischung im Straßenverkehrsrecht

Mit rund 20 interessierten Teilnehmern war der im „Hotel Glemseck“ zur Verfügung stehende Raum gut besucht, so dass die Informationsveranstaltung im Rahmen unserer regelmäßigen Clubabende . Das Referat übernahm Gerhard Puscher, der zu Beginn kurz den Aufgabenbereich der Kreisverkehrswacht Böblingen aufzeigte.

Die Veranstaltung diente zur Auffrischung des Wissens und des Gefahrenbewusstseins im Straßenverkehr und wurde maßgeblich von Jörg und Birgit aus unserem Verein organisiert.

Ob man als Verkehrsteilnehmer mit dem PKW, dem Motorrad oder Rad unterwegs ist oder auch als Fußgänger, es gilt grundsätzlich das gleiche Recht, allerdings unterscheiden sich die Gefährdungen deutlich. Viele Fahrerlaubnisinhaber haben sich nach der bestandenen Fahrprüfung nicht mehr weitergebildet, für die aktuellen Klassen A und B gibt es hierzu ja auch keinen Zwang.

Der Stand des Wissens kann deshalb viele Jahrzehnte zurückliegen. Als Teilnehmer im öffentlichen Verkehrsraum sollte man sich aber immer über die neuesten Änderungen informieren. Das Straßenverkehrsrecht hatte sich seit den Anfängen nicht wesentlich geändert.

Gerade in den letzten 10 Jahren wurden aber viele neue Änderungen eingeführt. Es wurden neue Verkehrszeichen und Regeln eingeführt. Besonders viele Veränderungen gibt es im Bereich der Fahrräder.

Welcher Abstand muss von einem PKW-Lenker eingehalten werden, wenn ein Radfahrer überholt wird? Gibt es einen Unterschied von innerorts und außerorts? Was gilt in verkehrsberuhigten Zonen? Wie schnell darf hier ein Radfahrer eigentlich fahren? Viele offene Fragen, die der Verkehrsexperte alle auflösen und erklären konnte.

Das Überholen wurde in Bezug auf den einzuhaltenden Seitenabstand konkretisiert, so dass ein Überholen mit korrektem Seitenabstand von mindestens 1,5 Metern innerorts und 2 Metern außerorts an vielen Stellen gar nicht mehr möglich sei. Es wurden Fahrradschnellwege geschaffen und ein neues Verkehrszeichen eingeführt, das noch selten zu finden ist: Ein Verbot einspurige Fahrzeuge zu überholen, erläuterte Gerhard Puscher den Zuhörern.

Wie ist das richtige Verhalten beim Vorbeifahren von Omnibussen, wenn bereits die Warnblinkanlage beim Einfahren in die Bushaltestelle betätigt ist? Busse, die sich einer Haltestelle nähern und das Warnblinklicht eingeschaltet haben, dürfen nicht überholt werden. Haltende Busse mit eingeschaltetem Warnblinklicht dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit und genügend Abstand überholt werden, damit eine Gefährdung von Personen ausgeschlossen sei.

Die Absicherung an Unfallstellen, insbesondere auch in Bezug auf die Eigensicherung wurde thematisiert und dabei auch der Notruf mit den Telefonnummern 110 und 112 wieder in die Erinnerung gebracht. 

Interessant war es auch einen kurzen Ausflug ins Nachbarland machen zu können.

In Frankreich wird das Thema Motorrad im Stau gegenteilig zu unserem verschärften Verbot der Nutzung von Rettungsgassen  gesehen. Auf der anderen Rheinseite ist es seit diesem Monat erlaubt, sich als Motorradfahrer zur Vermeidung von Hitzeschäden an Motorrad und Fahrer nach vorne zu schleichen, allerdings sollte man sich vorher über Ausnahmen, wie z.B. Baustellenbereiche informiert haben.

Mit der Beantwortung von Fragen endete die Veranstaltung und konnte in den Clubabend übergehen.

Olaf Schairer bedankte sich für den sehr informativen Vortrag bei Gerhard Puscher und überreichte ein kleines Dankeschön.

Text: Olaf Schairer

11.01.2025 Schlemma ond Schwätza

Schlemma ond Schwätza

Es ist bereits Tradition, dass sich die Mitglieder unseres Clubs in der motorradunfreundlichen Jahreszeit zu Beginn des Jahres treffen, einfach um in gemütlicher Runde und bei gutem Essen gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen.

Eröffnet wurde der Abend am 11. Januar 2025 mit einem Glühwein-Empfang, der natürlich auch in alkoholfreier Version genossen werden konnte.

Bei dieser Gelegenheit sprach der Vereinsvorsitzende Olaf Schairer einige einleitende Worte, wobei es ihm zwar wichtig war, darauf einzugehen, dass auch wir Motorradfahrer uns in dieser Zeit nicht in unserer eigenen Welt befinden, wir aber alle unseren Beitrag dazu leisten können, dass es ein gutes Jahr werden wird.

Dass auch in der Vergangenheit viel bewegt werden konnte und wir auch die, wegen der Sanierung unserer Vereinsräume, besondere Zeit durch den Zusammenhalt im Club gut meistern werden können, dafür stehen die Mitglieder.

Unser AMSC Leonberg feiert das 75. Jahr seit seiner Entstehung.

1950 schlossen sich unsere Vorgänger mit Benzin im Blut zusammen.

Erster Höhepunkt im Jahr 2025 wird hierzu die „Retro Classics“ sein, wo ein Teil unserer Sonderschau der Vereinsgeschichte gewidmet sein wird.

Das zweite Jubiläum betrifft den anderen Teil unserer Präsentation: 20 Jahre Zusammenarbeit mit „Glemseck 101“. Auch dies gilt es zu feiern.

Stellvertretend für viele, die sich engagiert einbringen wurden in der Ansprache Günter Wahl und Thomas Schmid dankend erwähnt, beide waren bereits vor 50 Jahren in den ADAC eingetreten, dessen Ortsclub wir ja sind. Bei unserem Schatzmeister Thomas wurde auch auf die mehr als 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit hingewiesen. Sein Kind sind beispielsweise die Oldtimerstammtische!

Einer besonderen Erwähnung war auch wert, dass unsere langjährige Freundin und Helferin Ursel Roth zum ersten Fördermitglied im Sinne unserer neuen Satzung wurde.

Nicht unerwähnt blieb auch die 60-jährige ADAC Mitgliedschaft von Gretel Jacobi, obwohl sie nicht dabei sein konnte.

Im Anschluss zogen wir dann alle in die warmen Innenräume der Gaststätte „Engelberg“ um, wo wir gemeinsam das hervorragende Buffet genießen und uns über viele Themen, auch ohne direkten Motorradbezug, unterhalten konnten.

Nach dem Ausklang des Abends stand, nach allen Rückmeldungen, fest, dass wir den Jahresbeginn in dieser Form auch im kommenden Jahr fortsetzen wollen. Reserviert sind die Räume bereits wieder!

Text: Olaf Schairer

18.10. bis 20.10.2024, 38. AMSC Motorradtreffen

38. AMSC Motorradtreffen am Turm

Vom 18. bis 20. Oktober 2024 haben wir wieder unser traditionelles Motorradtreffen am altbewährten Ort stattfinden lassen.

Nach einem regnerischen Freitag, bei dem der Nieselregen uns vom Aufbau bis in die Abendstunden begleitete, war uns am Samstag das Wetter deutlich besser gesonnen, was sich auch deutlich in den Besucherzahlen niederschlug.

Eine überschaubare Anzahl der Stammgäste, verlässlich bereits am Freitag angereist, ermöglichten bereits am Freitag beste Benzingespräche an der Feuerschale.

Der Samstag brachte weitere interessante Menschen und Motorräder, dank des schönen Herbstwetters auch in großer Zahl.

Einige Runden auf dem Übungsplatz waren möglich und auch das Kulinarische kam nicht zu kurz.

Das Frühstücksbuffet am Samstag und Sonntag, erfuhr viel Zustimmung.

Die seit Jahren liebgewonnen Waffeln, sogar an zwei Tagen, wurden wieder über offener Flamme und in historischen Waffeleisen gebacken. Ganz besonders bewegende Momente waren es, in diesem Jahr wieder diese Tradition fortzuführen. Den Waffelbäckern gilt unser ganz besonderer Dank.


11.10 bis 12.10.2024 Vereinstage im Leo-Center

Am 11. und 12 Oktober 2024 hatten wir die Möglichkeit, den Verein auf den Vereinstagen im LEO-Center präsentieren zu können. 

Unser kleiner Stand, drei Motorrädern, dabei auch ein Gespann deckten die ganze Bandbreite unseres Vereinslebens ab.

Eine NSU 251 OSL stand für die Oldtimersparte, ein MZ-Gespann verwies auch auf das bevorstehende Motorradtreffen und die Moderne wurde durch eine aktuelle BMW GS-Reisenduro dargestellt.

Wir hatten einige interessante Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern, sowie am Kaffee-Verkauf nebenan.

Flyer wurden verteilt und als wichtigster Grund der Aktion:

Wir waren als Leonberger Verein präsent.

07.09. bis 08.09.2024, 4. Auerberg Klassik

4. Auerberg Klassik, 7. bis 8. September 2024

 

Auch wenn ich 2022 von der 3. Auflage der Veranstaltung nur über einen Bekannten gehört hatte, ein Geheimtipp ist die Auerberg Klassik nicht mehr: Vielmehr fühlt man sich als Teilnehmer und Zuschauer mitten in einem hochkarätigen fahrenden Technik-Museum und in einer landschaftlichen Kulisse wieder, die jeden Meter Anfahrt wert ist. Bei den Gleichmäßigkeitsläufen in Bernbeuren ging wieder ein Feld der Extra-Klasse an den Start. Die Nachfrage nach den Plätzen ist enorm. Insofern ist man schon mit etwas Stolz dabei, bereits zum zweiten Mal auf die Strecke zu dürfen.

Das Spektakel erinnert an die Auerbergrennen, die von 1967 bis 1987 in Bernbeuren ausgetragen worden waren. Hunderte Fahrer und Tausende Besucher kamen schon damals zu der kurvigen Strecke auf den Auerberg. Das Team um Hermann Köpf konnte sich unter den Anmeldungen die Rosinen herauspicken. Wer bei „Auerberg Klassik“ dabei sein will, muss ein besonderes Motorrad mitbringen, die Teilnahme an den Wertungsläufen ist begrenzt. Mehr als 200 Startplätze geben die Rahmenbedingungen nicht her. Bevorzugt werden Straßen-Rennmotorräder mit Historie.

Wir vom AMSC Leonberg bzw. aus dessen Freundeskreis konnten uns glücklich schätzen, mit unserem „Rennschdall“, bestehend aus drei Fahrern, und kräftig Support antreten zu dürfen.

Frank auf Moto Guzzi 750 Corsa (1972), Alex mit seiner Yamaha TR2B (1970/71) und ich selbst auf BMW R 47 (1928).

Zwar fuhren wir in diesem Jahr, im Gegensatz zu 2022, ohne Preisgewinn nach Hause, dennoch hat es unheimlich Spaß gemacht, zumal in diesem Jahr, ebenfalls im Gegensatz zu 2022, auch das Wetter mitgespielt hat.

Die Organisation, die Verpflegung und das ganze Rahmenprogramm haben uns überzeugt.

Wir hoffen, in zwei Jahren wieder dabei sein zu dürfen!

Text: Olaf Schairer, Bilder AMSC


30.08. bis 01.09.2024, Glemseck 101, Runde 17

Glemseck 101, Runde 17, 30.08. bis 01.09.2024

Ich kenne keine andere Hobby- beziehungsweise Freizeit-Aktivität, bei der das Teilnehmerfeld so heterogen und die Toleranzgrenze so groß ist wie an den drei Tagen an der ehemaligen Solitude-Rennstrecke. Unauffällige Motorradfahrer, großflächig tätowierte Individualisten oder durchgestylte Leute, wie frisch aus den Fünfzigerjahren, feierten drei Tage das friedlichste Kult-Festival Seite an Seite.

Wir vom AMSC-Leonberg waren mitten drin und nicht nur dabei. Ob bei der technischen Abnahme, ohne die das Herzstück des 101, die Sprints über die 1/8 Meile nicht durchführbar wären, oder in der Rennleitung, die ohne die offizielle Ausrichtung über unseren Motorrad- und ADAC Ortsclub nicht realisierbar ist.

Für uns alle ein bleibendes Highlight und ein kaum zu übertreffendes Geburtstagsgeschenk für Christine war, dass sie dank ihrem Mann Uwe und Royal Enfield die Möglichkeit bekam, überraschend selbst einen Sprint zu fahren.

Dadurch können sie sich messen, Customizer, Tuner, Konstrukteure, Designer, Rennfahrer und was die Szene an Charaktere bietet, ebenso wie gegen Ende auch die Recken in und um den AMSC:

Im schon traditionellen „Wild Bunch“, dem nicht ganz so ernst gemeinten Schlagabtausch zwischen den „Mahdental Racers“ und den „Glemseck-Heroes“ wurde die Motorradkultur der wilden 70er Jahre beschworen.

Sieger 2024: Die „Glemseck Heroes“. Von einer Revanche der „Mahdental Racers“ ist auszugehen, in welchem Rahmen wird sich 2025 zeigen. Tom, Dir vielen Dank für die tollen Holztafeln!

Der Grundstein für eine Fortführung unseres Vereinssprints ist jedenfalls gelegt. Erstmals in diesem Jahr waren auch unsere „Jungen Löwen“ auf der Strecke. Die Sprints unserer beiden Teams, darunter eine Fahrerin, endeten unentschieden.

Das Renngeschehen und auch das Festival in Gesamtheit, gerade bei solch sommerlichen Temperaturen, wäre kaum durchzuhalten, wenn wir nicht auch an anderer Stelle eine unverzichtbare Aufgabe gemeistert hätten, die nur mit gewaltiger Anstrengung und noch mehr Durchhaltevermögen der Helferinnen und Helfer umsetzbar war:

Getränke, noch mehr Getränke und Verpflegung, darunter pikante Sprintwürste, vegetarischer Grillkäse oder auch Kaffee und Kuchen wurden von uns angeboten, ebenso wie ein Weißwurst-Frühstück am Samstag und Sonntag.

Wir waren am Ende alle müde, aber glücklich, es wieder geschafft zu haben, einen gewaltigen Beitrag für das Glemseck 101 und auch für unseren Verein geleistet zu haben. Wir freuen uns auf Runde 18!

Text und Bild: Olaf Schairer


29.06.2024 Kultour (Kultur-Tour, Kult-Tour, Cool-Tour) wir besuchten die keltische Ausgrabungsstätte Heuneburg

29.06.2024 Kultour (Kultur-Tour, Kult-Tour, Cool-Tour)

Ziel der diesjährigen Kultour war das Freilichtmuseum Heuneburg, ca. 12 km südlich von Riedlingen.

In Wiki lässt sich nachlesen, dass die Heuneburg zu denjenigen keltischen Siedlungen am Oberlauf der Donau gehört, für die man einen Zusammenhang mit der von Herodot im 5. Jahrhundert v. Chr. erwähnten Stadt Pyrene vermutet; im Fall der Heuneburg zugleich mit dem Anspruch, die älteste literarisch erwähnte Siedlung nördlich der Alpen zu sein. Die Einwohnerzahl betrug auf ihrem Höhepunkt im Zentrum rund 4.000 und mit dem Umland insgesamt rund 17.000 Menschen. Größer als Athen oder Rom zu der damaligen Zeit. Einmalig in Mitteleuropa.

Keine Tour für Langschläfer, los ging es pünktlich um 09:00 Uhr. 9 Mopeds, 10 Personen. Eine Besucherin vom befreundeten BMW 2-Ventiler Forum machte die Gruppe komplett. Stichwort „gleichberechtige Teilhabe von Frauen und Männern“ 😉: unsere Quote betrug genau 50/50. Das muss man erst einmal nachmachen! I take it as a compliment.

Zügig per Bundesstraße raus aus dem Ballungsgebiet, ein paar Kurven rauf auf die Alb, um in Gomadingen kurz die Beine auszustrecken. Dann ging es über einsame Fizinalsträßelchen genau gen Süden. Bei Langenenslingen ein schwül-diesiger Ausblick über die Donauniederung und schon kamen wir bei der Heuneburg an.

Eine Stunde lang brachte unserer Gruppe ein Guide die wichtigsten und aktuellsten Themen rund um die Kelten und ihre Heuneburg nahe.

Petrus hatte dieses Jahr einige Sonnenstunden nebst Plusgraden nachzuholen und alles auf diesen Samstag gelegt. So genossen wir eine traumhafte Mittagspause in der Heimatküche der Tress-Brüder, Riedlingen Bechingen. Im Schatten von Bäumen lauschten wir Karens spannendem Bericht von ihrer Montenegro/Albanienreise, untermalt vom Klappern eines kontaktsuchenden Storchs.

Auf dem Rückweg warfen wir im Vorbeifahren einen Blick auf das Schloss Sigmaringen und ließen uns von mehreren Umleitungsschildern überraschen. Letzter Stopp in Melchingen, Wasserflaschen leeren, Gräten recken, dabei Kinder auf den Mopeds probesitzen lassen (Nachwuchsarbeit).

Zurück Punkt 18:00 Uhr; genau rechtzeitig für die Freunde des F-Worts: Fußball. Rund 280 km auf der Uhr, mit 33 Grad schwül heiß wie das ganze Jahr noch nicht. Chapeau an Petrus und diese harmonische, flüssig diszipliniert fahrende Gruppe!

Gerne wieder.

Text und Bilder: Jörg Halder

Pause in HayingenAuf dem keltischen Wehrgang

22. und 23.06.2024, Solitude Revival 2024

Solitude Revival vom 22. bis 23. Juni 2024

Wir waren dabei und haben ein tolles Wochenende erleben dürfen.

Was das Team des Solitude Revival e.V. rund um Wolfgang Ziegler und Ulrich Latus wieder auf die Beine gestellt haben, das verdient allen Respekt.

Ob mit vier, drei oder zwei Rädern, es gab für alle, die zumindest etwas Benzin im Blut haben, viel zu erleben, zu sehen und zu hören. Da war es auch dem Unwetter am Samstag Nachmittag nicht möglich, die Laune nachhaltig zu trüben.

Viel Interesse an unserem Stand konnte die "Klotz" wecken, ein äußerst seltenes und auch etwas zickiges Motorrad, das von Andreas Stierle bereit gestellt wurde und so nach rund 100 Jahren wieder etwas Solitude-Rennstrecke unter die Räder bekam.

Unvergessliche Momente hatten auch diejenigen, die die Gelegenheit hatten, im Seitenwagen von Dirk Adam das besondere Gespannerlebnis zu genießen. Ich kann nur aus meiner Sicht sagen, dass es nur weniges gibt, was das Leben intensiver spüren lässt, als ein Renngespann.

Von diejenigen, die mit dem eigenen Motorrad auf der Strecke waren, hörte man auch die Faszination, die sich allein schon daraus ergibt, dass man anfürsich bekannte Straßen, so auf völlig neue Weise erlebt.

Text und Bilder: Olaf Schairer

Bild AMSCBild AMSCBild AMSC
Bild AMSC
Bild Olaf Schairer

19.05.2024 Distinguished Gentlemen's Ride in Stuttgart

Distinguished Gentlemen's Ride in Stuttgart 

Wie heißt es doch immer bei den Herren der Schöpfung? „Happy wife, happy life“! Und so ganz falsch ist das ja auch nicht, oder wie sehen das meine Geschlechtsgenosinnen?
Aber wie sieht es denn andersherum aus? Es soll nun keine „Gender- Diskussion“ entfacht werden, aber es ist doch wichtig, dass es auch unseren Jungs gut geht!
Zugegebenermaßen kümmern die sich ganz oft selbst darum, die brauchen ja auch nicht viel: ein Motorrad (oder auch zwei), eine Schrauberbude und ab und zu mal ein Bier, und uns natürlich.

Aber kümmern sie sich auch wirklich um sich, um ihre Gesundheit?
Gesellschaftliche Normen sehen für unser „starkes Geschlecht“ immer noch Attribute wie Stärke und Durchhaltevermögen vor. Die Rolle als Leader und Versorger, die es eben immer noch gibt, sieht Schwäche oder Krankheit irgendwie nicht vor....

Und genau das macht sich die „Movember- Foundation“ aus Australien zu eigen.

Diese Organisation veranstaltet seit 2012 das „Distinguished Gentleman's Ride“ (DGR) und sammelt an diesem weltweiten Aktionstag Spenden ein, die für Projekte zum Thema „Männergesundheit“ eingesetzt werden. Konkret geht es um die Prostatakrebs- Forschung, psychische Gesundheit, Suizidprävention u.v.m (nachzulesen auf der DGR- Website).
Um am „DGR“ teilnehmen zu können sind gewisse Regeln einzuhalten; zunächst akkreditiert man sich mit einer Spende, was online abzuwickeln ist. Für die Veranstaltung selbst gilt sowohl ein Dresscode, als auch die Vorgabe mit einem Vintage- Bike oder zumindest einem Motorrad im Vintage- Style teilzunehmen.

Dem Thema Dresscode, die Guideline dazu gibt es auf der DGR- Website, habe ich mich stilgerecht während eines England- Aufenthaltes angenommen. In einem Second- Hand Shop in Brighton konnte ich ein stylisches Sakko für 4 GBP erstehen. Alle weiteren Accesoires wurden dann in einem wochenlangen Prozess akribisch aufeinander abgestimmt.
Das Ergebnis: selbst der Farbton von Schal und Handschuhen findet sich auf den Paioli- Federbeinen meiner Royal Enfield wieder. Etwa so, wie die Farbe des Lippenstifts zu der der Handtasche passt.
Zum stilsicheren Auftritt hat die Continental GT noch einen wunderschönen Kettenschutz aus Aluminium bekommen, den mein Mann mit der Hand am Arm und im Schweiße seines Angesichts zugeschnitten, gebogen, gebohrt und poliert hat.
Man merkt, dass schon die Vorbereitung zum DGR eine kleine Herausforderung darstellt.

Hier im Club musste die Werbetrommel für das DGR etwas intensiver gerührt werden. Aber das Interesse stieg stetig.
Klar, dass man an einem Pfingstsonntag auch ganz viele andere Dinge zu tun hat. Aber am Ende konnten wir doch 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bestehend aus Clubmitgliedern und Gästen hinter unserem Clubbanner zum Fototermin versammeln. Gemessen an den über 350 „ Gentleman's- Ridern“ nicht viel, aber ein Anfang.

Ein Highlight ist übrigens, daß jeder Teilnehmer vor der DGR- Fotowand auf seinem Bike abgelichtet wird. Und auch während der Fahrt und den Pausen sind ständig Profi- Fotografen im Einsatz, fünf Stück allein in diesem Jahr.
Da lohnt es sich auf jeden Fall, der weiblichen Eitelkeit genügend Raum zu geben, auch als Mann.

Zum „Ride“ selbst: Treffpunkt war in diesem Jahr der kleine Parkplatz am Glemseck. Nach dem „Happy Come Together“ mit Fototermin und dem Prolog von Alex und Erik, den Organisatoren des diesjährigen „Stuttgart- Ride“, startete der Pulk pünktlich um 11:00h in Richtung Hedersbachkurve und Frauenkreuz. Dann Richtung Büsnau, Schattenring und Kräherwald hinunter ins „Städtle“. Hölderlinsplatz, russische Kirche, Charlottenplatz, über die Weinsteige hoch nach Degerloch und schließlich zum Fernsehturm- Parkplatz, dem ersten Halt.

Zeit zum quatschen, staunen, Freunde und Bekannte treffen, neue Leute kennen lernen und gut drauf sein. Es herrschte tatsächlich Wohlfühlstimmung! Ganz viele toll gekleidete Männer und Frauen (gefühlt 30%, von wegen Gentleman's Ride).

Und jede Menge schöne Motorräder: Oldtimer, von einer '37er BMW R35 bis zur NSU Max Heinkel- Roller und Vespas, jede Menge Triumphs und Enfields, japanische und italienische Old- und Joungtimer, BMWs, Harleys, Gespanne, umgebaute Motorräder bis hin zu topaktuellen Elektro- Bikes (natürlich im Vintage- Style) war alles zu sehen was auf zwei Rädern Spaß macht und schon deswegen ist dieses Event ein Muss für jeden Freak.
Apropos Freak: mein Mann war als Helfer mit dabei, diese waren gut zu erkennen an der gelben Armbinde und dem Rücken- Patch mit DGR- Logo. Eine gute Möglichkeit übrigens, den AMSC mit der Szene zu vernetzen.

Weiter ging es dann wieder abwärts, in nordöstlicher Richtung über die Jahnstrasse, dann nach rechts über die Frauenkopfstrasse nach Rohracker. Dieses Strässle ist zwar wunderschön mit einem herrlichen Ausblick Richtung Neckartal, aber eben nur so breit, dass sich maximal ein Auto und ein Motorrad begegnen können.

Aber wir hatten keinerlei Probleme, alles wurde gentleman's- like geregelt. Überhaupt waren die Begegnungen mit anderen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern überaus positiv, wir wurden überall freundlich begrüßt. Diese Veranstaltung ist auch eine tolle Werbung fürs Motorradfahren!
Der folgende Streckenabschnitt über Hedelfingen nach Wangen war optisch zwar wenig attraktiv, dafür die Ziellocation um so mehr. Am Schweinemuseum fand der Ausklang der Veranstaltung statt. Es gab tatsächlich genügend Platz für unsere Motorräder und nach einer überschaubaren Wartezeit hatten auch alle etwas auf dem Teller.
Auch hier war die Stimmung bestens. Alle waren happy, passiert ist bis auf einen Umfaller am Fernsehturm auch nichts und die Lumpensammlerin hatte mit zwei „Liegenbleiber“ ebenfalls einen überschaubaren Tag.

Zeit für ein Fazit?

Anregungen: Eine größere Startlocation wäre nicht schlecht, der kleine Glemseck- Parkplatz kam doch schnell an seine Grenzen.
Super wäre auch eine Polizeibegleitung des Corsos analog des „München- Rides“. Wir könnten a) als Pulk zusammen durch die Stadt fahren und würden nicht an jeder Ampel auseinandergerissen und hätten b) dadurch noch mehr Aufmerksamkeit und c) mehr Sicherheit!

Ansonsten war es eine toll und gut organisierte Charity- Veranstaltung (Danke nochmal an Alex, Erik und auch Lorenzo) die einem auf angenehme Weise ein ernstes Thema ins Gedächtnis ruft mit dem Tenor: passt auf euch auf, seid gut zueinander und helft, wenn ihr könnt.

Abschließend noch ein paar Zahlen, Daten, Fakten:
2024 fanden weltweit 959 Rides in 105 Ländern statt. 113 478 Teilnehmern spendeten über
7 Millionen USD. Alleine in Stuttgart kamen von 375 angemeldeten Teilnehmern über € 19500,- zusammen.
Der Termin für das nächste „Stuttgart- Ride“ ist der 18. Mai 2025. Bitte einplanen und nicht nur vormerken!

Und noch was: das DGR Stuttgart 2024 hat wieder einmal gezeigt, dass wir hier eine lebendige und kreative Motorradszene mit sehr viel Facetten haben. Und wir sind ein aktiver Teil davon, das finde ich super.

Eure Christine

Text Christine Roith, Fotos DGR


25.04.2024 RETRO CLASSICS 2024

Retro Classics 2024

Wie alles begann:

Nach den großen „Sonderschauen“, die der AMSC Leonberg in den vergangenen Jahren für die Retro Messen organisiert hatte, schien für dieses Jahr etwas die „Luft raus“ zu sein.
Trotzdem gab es, vor allem innerhalb der „Oldie- Fraktion“, ein paar Unentwegte, die die Finger nicht davon lassen wollten.

Es gab die Idee, die Retro Classics 2024 für den neuen Vereinsauftritt zu nutzen und damit die Ergebnisse unseres Workshops bei der ADAC Zukunftswerkstatt vom vergangenen November umzusetzen.
Dieser sah u.A. auch ein neues Vereinslogo vor.

Nach zu leistender Überzeugungsarbeit im Vorstand durch die Präsentation eines „durchgestylten“ Gesamtkonzeptes für einen möglichen Messestand (überschaubare Größe mit ca. 100 m2, 12 – 14 Exponate) und der daraus folgenden Zustimmung konnte Anfang Februar mit der Vorbereitung des Standes des AMSC Leonberg für die Retro Classics 2024 begonnen werden.

Es folgten Termine mit der Projektleiterin der Retro Messen, den verantwortlichen des ADAC und immer wieder interne Abstimmungen über das Logo, das Thema und die Konzeption des Standes oder auch die Auswahl der Exponate, die alle aus dem Fundus der Vereinsmitglieder kommen sollten. Daraus entwickelte sich auch das Motto „die Schätze des Vereins“.

Je näher der Messetermin rückte und die Werbetrommel gerührt wurde, umso größer wurde schließlich die vereinsinterne Unterstützung sodass am Ende genügend Helfer zur Verfügung standen.

Diese waren dann auch unbedingt notwendig. Der Umfang der „Clubpräsentation“ war zwar, gemessen an der Anzahl der Exponate, deutlich geringer als bei den vergangenen „Sonderschauen“, da aber darüber hinaus noch das neue Vereinslogo finalisiert, ein neues Pavillon gestaltet und beschafft sowie die neue Homepage zum Laufen gebracht werden musste, war der Gesamtaufwand am Ende ähnlich herausfordernd.

Außerdem sah das Standkonzept „Palettenpodeste“ für die Bikes vor, die zusätzlich zu den Motorrädern vorbereitet und herangeschafft werden mussten.
Auch hier erfolgte die Logistik ausschließlich intern, sowohl mit dem vereinseigenen Clubanhänger, als auch privaten Motorradanhängern und Kombis.

Um die Kosten im überschaubaren Rahmen zu halten wurden Sponsorings an Land gezogen, beispielsweise durch die Leonberger Hausbrauerei „HEY BROW“, die sowohl Bier, als auch Bierkästen für den Bau einer Theke zur Verfügung gestellt haben. Weiterhin dankt der Club auch der Detlev Louis Motorrad-Vertriebsgesellschaft mbH Stuttgart für de freundliche Unterstützung.

Da das Team professionell auf- und eingestellt war und alle Rädchen gut ineinander gegriffen haben, war alles auf den Punkt fertig und der Stand am ersten Messetag „puplikumsreif“.

Foto: Christine Roith

Zur Messe selbst:

Schon im Vorfeld war erkennbar, daß die Messe etwas anders sein wird als in den Jahren zuvor. 2024 standen der Retro Classics zwei Hallen weniger zur Verfügung, außerdem fand diese anstatt im Februar erst Ende April statt und somit zeitgleich mit der Technorama in Ulm.

Beides mag der Grund dafür sein, dass im Gesamten der Besucherandrang gefühlt geringer war als in den Jahren zuvor.
Beim AMSC Leonberg war davon recht wenig zu spüren. An allen Messetagen waren so viele Besucher am Stand, daß es dem Team nicht möglich war ein Messe- Tagebuch zu führen oder gar Zeit für einen Meserundgang.

Es war ständig jemand da!
Leute, die dem Club seit Jahren nahe stehen und die sich erfreut darüber gezeigt haben dass es uns noch gibt, genauso wie diejenigen, die nur neugierig auf die ausgestellten Motorräder waren.

Ach ja, die Motorräder. Es war eine kleine aber feine Auswahl aus den Garagen der Clubmitglieder zu sehen, von der 110 Jahre alten Wanderer bis zur KTM Freeride von 2019. Der Bogen war nicht nur gespannt über Epochen, sondern auch über Konzepte, Marken, Herkunftsländer... Rennmaschinen, Off- Roader und Straßenmotorräder aus Deutschland, England, Frankreich, Italien, Japan, Österreich und den USA.

Für jeden war etwas dabei. Oft hörte man: „die hatte ich auch mal“. Anderen waren die Marken Voxan oder Sertum völlig unbekannt, oder hatten die Harley XR 1200 noch nie gesehen, obwohl selbst „Harley- Spezialisten“... Es lohnte sich auf jeden Fall am Clubstand stehen zu bleiben.

Auch die Auswahl der Exponate wies unseren Club und deren Mitglieder als offen, fach- und sachkundig aus. Einige wollten wissen, ob wir diese oder jene Marke kennen oder welchen Wert ein bestimmtes Modell hatte.
Es wurden uns auch spontan Maschinen zum Kauf angeboten, Einladungen zu Clubtreffen gab es ebenfalls. Die „Benzingespräche“ in die wir verwickelt waren waren so vielfältig wie unsere ausgestellten Motorräder.

Dass sich die Besucher am Stand wohlfühlten hatte auch mit der einladenden Atmosphäre zu tun, mit dem Gebäck, das unsere Frauen gebacken haben, dem guten Kaffee und dem leckeren Bier, das wir unseren Gästen anbieten durften.

Nach vier Messetagen waren alle Teilnehmenden „platt“ aber happy wieder dabei gewesen zu sein. Der Abtransport der Motorräder erfolgte in gewohnt routinierter Manier, alle Maschinen kamen noch am Sonntag Abend in die angestammten Garagen zurück. Der gute Rest, auch der neue Pavillon (was sich als qualitativ hochwertig erwiesen hat) wurden am Montag in Lager und Turm verräumt.

Alles in allem ein gelungener Auftritt, über den sich der AMSC Leonberg freuen darf. Und auch darüber, dass viele Mitglieder mit dabei waren und unterstützt haben. So gilt auch der Dank jedem Einzelnen, verbunden mit der Hoffnung im nächsten Jahr wieder dabei sein zu dürfen.
Diesmal wieder im Februar 2025, die Einladungen an die Messeteilnehmer sind schon raus!

Text: Uwe Roith
Foto: Christine Roith

 

Weitere Bilder:

 

Foto: Uli JoossFoto: Uli Jooss

14.04.2024 Kulturtag im Museum

Reiner Wilhelm öffnete sein Museum und wir waren da

 

Gerne folgten wir der Einladung und waten auch selbst sichtbar. Die blauen T-Shirts des AMSC waren nicht zu übersehen und machten deutlich, dass wir nicht ausschließlich an Motorrädern, sondern auch an weiterem technischen Kulturgut und an außergewöhnlicher Kunst interessiert sind.

Dabei waren wir nicht allein, vermutlich selten ist ein Industriegebiet an einem Sonntag so gut besucht, wie an diesem Tag. Wir waren in zwei Gruppen, PKW und Motorrad, vom Turm aus angereist, wobei noch weitere Freundinnen und Freunde zusätzlich auf direktem Weg nach Aidlingen fuhren. Das älteste Motorrad aus unserem Bekanntenkreis war dabei eine D-Rad R0/4 des Baujahres 1924.

Aus dieser Epoche stammen auch die meisten zu bestaunenden PKW und LKW im Museum: Ford Modell T, ein Begriff mit dem üblicherweise jeder Freund des alten Metalls etwas anfangen kann. Welches Variantenreichtum an Karosserieformen es um ein Chassis und einen Motor herum gab, dass konnten wir in einer interessanten Führung durch das Museum erfahren.

Gut mit Informationen gefüttert konnten wir uns danach eine Etage nach oben begeben, Benzingespräche bei Kaffee und Kuchen führen um im Anschluss noch der nahe gelegenen Kunstausstellung einen Besuch abzustatten. Auf dem Weg dorthin gab es wieder einige schöne Fahrzeuge von Besuchern zu sehen, bzw. Bekannte zu treffen.

Zum Abschluss war noch die Gelegenheit das kulinarische Angebot in Anspruch zu nehmen, dabei das traumhafte Wetter zu genießen und dann, nach und nach, die Heimreisen anzutreten. Es hat sich gelohnt!

Text: Olaf Schairer

07.04.2024 Saisonstart

Frühlingssonne, Eis und viele Kurven: Zur Saisoneröffnung mit den Motorrädern in den Kraichgau

 

Strahlender Sonnenschein und 25 Grad sind nicht selbstverständlich für eine Saisoneröffnung am ersten Aprilwochenende. Doch die Fahrerinnen und Fahrer des AMSC Leonberg haben bei der Hauptversammlung zwei Tage zuvor alle Butterbrezeln aufgegessen. Da kann das Wetter am Sonntag einfach nicht anders. 

„Innerhalb der Gruppe wird nicht überholt und jeder ist für seinen Hintermann verantwortlich.“ lautet die Ansage von Tourguide Norbert kurz vor dem Start. „Und am nächsten Abzweig hält der letzte Fahrer an, wenn die Gruppe dahinter fehlt.“ ergänzt Jörg, routinierter Mitfahrer beim AMSC. Fast zeitgleich starten danach mehrere Zweizylinder-Boxer – luft- oder wassergekühlt – genauso viele Parallel-Twins sowie je ein V-Motor, ein Einzylinder und ein Dreizylinder. Kurz danach rollen drei Fahrerinnen und neun Fahrer auf ihren Maschinen vom Hof des AMSC Clubheims, dem Start- und Zielturm an der alten Solitude-Rennstrecke zwischen Leonberg und Stuttgart. 

Auf BWM, Honda, Husqvarna, Moto Guzzi, Suzuki, Triumph und mit 500 bis 1.250 Kubik Hubraum unter dem Allerwertesten geht es vorbei am bekannten Motorradtreffpunkt Glemseck, der gleich ums Eck liegt. Ziel ist der Kraichgau. Die Tour führt über kurvenreiche kleine Straße, vorbei an blühenden Kirschbäumen und durch Weinberge. Ober- und Unterriexingen, Ochsenbach, Häfnerhaslach, Heuchelberg, Neippberg und Haberschlacht liegen auf der Strecke. Nach dem grauen Winter ist das frische Grün der Wälder Balsam für die Seele, stellen wir bei der ersten kleinen Pause an einem Waldrand fest. 

Heute ist nicht nur der Weg das Ziel. Der ortskundige Reiner hat uns einige seiner liebsten Einkehrmöglichkeiten empfohlen. Da er heute nicht dabei sein kann, erfordert es ein paar Wendeübungen, bis alle zwölf Maschinen schließlich neben dem Eiscafé Adria in Odenheim geparkt sind. Es liegt unscheinbar und leicht zu übersehen im Ortszentrum der zu Östringen gehörenden Gemeinde. Doch hinter dem Eingang verbirgt sich keine schmale Eisdiele, vielmehr erwartet uns ein großer Gastraum und Terrasse mit ausreichend Platz für unsere zwölfköpfige Gruppe. Einladender als die Plastikbestuhlung und die Betonwände ist der Blick in die Eiskarte. Über 90 bunt bebilderte Eisbechervarianten mit anschaulichen Namen machen die Auswahl nicht gerade einfach. Umso leckerer ist das, was anschließend an den Tisch gebracht wird..

Die Hinfahrt war geschmeidig. So sollten wir wenigstens auf der Rückfahrt ein paar Kapriolen drehen und nebenbei die Fahrzeugbeherrschung beim langsamen Fahren üben. Und auch eine kleine Schottereinlage ist zu Übungszwecken nie verkehrt. Schließlich haben wir als ADAC Ortsclub auch unsere Verpflichtungen zur Förderung der Fahrsicherheit immer im Hinterkopf. Der Tourguide schafft es, das alles an einem Ort unterzubringen. In Ochsenburg will er einfach nicht akzeptieren, dass es für die Baustelle in der Ortsdurchfahrt keine Umleitung gibt. Und so werden diverse legale Feldwege und als Sackgasse endende Wohnstraßen inspiziert. Hier kann man perfekt das ruckelfreie Wenden des Zweirads in einem Zug trainieren und nebenbei die Reihenfolge der Gruppe ein wenig durchmischen. Das Ergebnis ist mehr Sicherheit im Umgang mit der Maschine, ein neuer Hintermann zum Draufaufpassen und das Beste: Wir können die kurvenreiche Straße zwischen Ochsenburg und Sulzfeld gleich zweimal fahren. Es gibt nämlich wirklich keine Umleitung.

Die Ausfahrt endet nach knapp 200 Kilometern bei einem letzten Zwischenstopp zwischen Lomersheim und Großglattbach. Danach verabschieden sich die Ein-, Zwei- und Dreizylinder in verschiedene Himmelsrichtungen. Beim AMSC dürfen nämlich nicht nur Leonberger mitfahren. In und um Stuttgart bis auf die Schwäbische Alb und in den Schwarzwald hinein sind die Mitglieder und Freunde des Clubs verstreut. Und nur weil heute kein Vierzylinder und kein Sozius dabei war, sind auch die und ihre Fahrerinnen und Fahrer bei unseren Ausfahrten sowie am Stammtisch jeden Mittwochabends herzlich willkommen. 

Mitgefahren sind: Alexandra, Anke, Armin, Irina, Jörg, Jürgen B., Jürgen T., Josef, Kay, Norbert, Olaf, Raimund

Text. Irina Ziegler; Fotos: Armin Eckers, Olaf Schairer, Irina Ziegler

 

Weitere Bilder:

 

Pause am EiscaféSchön war die Saisoneröffnungsfahrt